weil sie in der zusammenarbeit mit einem designer effektiven zugang zu design thinking methoden haben. sie brauchen diese methoden, um mit den managementanforderungen unserer zeit zurechtzukommen. nicht, dass diese designthinkingmethoden ihre kausalen denkprozesse ersetzen könnten – diese methoden, diese denkweisen der designer sind nicht besser – aber diese denkweisen ergänzen die ihren ideal.
in der zusammenarbeit mit einem designer nutzen sie auf ganz natürliche art designthinking und bereichern so ihre eigene denkweise. indem sie den designer als sparringpartner nutzen, bekommen sie interessante einsichten in die welt ihrer kunden. sie werden in die lage versetzt innovationspotential zu erkennen und zu entwickeln. genaugenommen braucht es die kombination von designthinking und kausalem managementdenken für wirtschaftlichen erfolg. warum gelingt das nur mit einem designer, es gibt doch bereits zahlreiche bücher über designthinking, in denen die methoden vorgestellt und erklärt werden? durch lesen dieser bücher werden sie aber nicht in die lage versetzt diese methode effektiv einzusetzen. was diesen büchern gelingt ist, dass sie mit den methoden vertraut werden und so die manchmal wirr erscheinenden gedanken eines designers besser beurteilen und verfolgen können.designer wenden diese denkmodelle bereits seit jahren an, meist ohne deren bezeichnung zu kennen, und haben in dieser jahrelangen praxis ihre talente weiterentwickelt und perfektioniert. (dass sie diese “designthinking”-talente haben erkennt man daran, dass sie diesen beruf ergriffen haben, dass sie sich dafür berufen fühlten). die designer, denen diese denkmethoden also im blut liegen, wenden designthinking nicht mechanistisch, sondern virtuos, intuitiv an – sozusagen mit unbewußter kompetenz, so wie andere autofahren ohne darüber nachzudenken, wie der schaltvorgang bei gleichzeitigem blinken und abbiegen bei einer kreuzung vor sich geht. das ist der große unterschied zwischen designer und neo-design-thinking-anwender und gleichzeitig der nutzen in der zusammenarbeit mit einem designer: dass in so einer kooperation designthinking automatisch an der richtigen stelle in genau richtiger konzentration eingesetzt wird und nicht eine methode aus der designthinking-toolbox angewandt wird – schön nach vorschrift, nach rezept. das ergebnis mag auch beim anwenden des rezeptes ein anderes sein, als hätte man bloß die klassischen management-denkmodelle genutzt (mit denen nun wiederum der manager bestens vertraut ist), aber ob es besser ist kann man ruhigen gewissens bezweifeln. es ist eben nur ein theoretisches anwenden. freilich durch wiederholtes anwenden, also durch üben, wird es auch dem manager eines tages möglich sein intuitiv designthinking-tools einzusetzen. er ist dann ein designer. schade, denn wir brauchen ja für ein erfolgreiches unternehmen auch den manager und den entrepreneur (mit seiner effektualen denkweise, eine andere geschichte). wir brauchen die mischung, die kooperation. wir brauchen ein team. neu ist: im zentrum dieser überlegungen des teams steht eine designorientierung. ich nenne das designgesinnung: der wunsch, aus einer gegebenen situation eine gewünschte zu machen, durch eine innovation den nutzern das zu geben, was diese in dem moment in dem sie es bekommen schon immer vermisst haben. es geht darum, es zu verstehen (»to get it«): nämlich den nutzern ein unvergleichliches erlebnis zu bieten. und das gelingt mit designthinking.



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