jüngstens dachte ich über networking nach und stellte fest: es gibt offensichtlich zwei arten von »networking«.
(A) bei der ersten art zeigt man sich auf diversen veranstaltungen, besucht veranstaltungsserien, plaudert mit den anwesenden, spricht freilich auch über die eigene tätigkeit und lernt so eine menge menschen kennen. durch wiederholtes besuchen der veranstaltungsserien lernt man einzelne personen näher kennen und der grad der eigenen bekanntheit in den jeweiligen gruppen steigt. so wird man »zufällig« an bekannte der bekannten weiterempfohlen.lebt man nun in einer gegend, in der wenige potentielle kunden wohnen (die daher diese veranstaltungen nicht besuchen) sind die erfolgschancen dieser methode nicht sehr groß – wenn auch der »zufall« nicht gänzlich auszuschließen ist. in diesem fall bietet sich methode (B) an. (B) man besucht veranstaltungen, die auch von potentiellen kunden besucht werden und versucht gezielt einen erstkontakt mit der zielperson zu schließen, visitkarten zu tauschen, eventuelles interesse abzufragen und die freigabe für den beginn einer email-korrespondenz zu erhalten, um ein treffen in einem weniger hektischen umfeld zu vereinbaren. diese zweite form ist überall anwendbar und mir scheint genau das, was im anglikanischen raum als »networking« gemeint ist: networking als marketingtool. schließlich ist es doch wesentlich einfacher jemanden, denn man bereits einmal getroffen hat, anzurufen und ein projekt oder wenigsten ein treffen vorzuschlagen. der erfolg kann maßgeblich durch einen positiven eindruck dieses erstkontakts beeinflusst werden.
Posted by rudolf greger