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nützlichkeit bringt balance

manchmal erscheint es mir so, als würden wir designer dinge gestalten, nur um schöne formen zu kreieren. wir beurteilen diese formen dann auch nur nach ihrer schönheit. dabei sollten wir die dinge besser machen und dafür design (gestaltungsprizipien) als effizientes und effektives werkzeug verwenden.

es geht nicht darum etwas schöner zu machen, damit es schöner ist, sondern es geht darum etwas besser im sinne von nützlicher zu machen. als nebeneffekt ist dieses ding dann auch noch schöner. warum? weil etwas nützliches überlegt und durchdacht ist. weil es somit geordnet, klar und übersichtlich ist. weil es ruhig, beruhigend, harmonisch, ausgeglichen ist. weil es in balance ist. 

das ist es wohl, worum es in wirklich geht! in jeder designdisziplin! um balance! die form, der man nichts mehr hinzufügen oder von der man nichts mehr wegnehmen kann, ohne sie dabei zu schwächen ist in balance. balance heißt dabei keineswegs langweilig. 

was »in balance sein« bedeutet, wie etwas sein muß, damit es als »in balance« wahrgenommen wird, ändert sich von zeit zu zeit. deshalb müssen sich auch die formen der gegenstände ändern. produkte, die bis vor kurzem kaum besser gedacht werden konnten, werden nach einem brillianten formalen update als überholt erkannt.

der designer, dessen aufgabe es ist, ein vollkommen ausbalanciertes produkt zu schaffen, soll sich im sinne des klienten verwirklichen. das heißt, er ist sich selbst verpflichtet, das beste design, das in der gegebenen situation denkbar ist, zu machen. bestes design, so wahr ich mir helfe, so ich es jetzt denken kann!

man braucht dafür keine zentralistische regeln aufstellen, um dieses hohe ziel »design excellence« zu erreichen. es genügt designverständnis aller am produkt, an der dienstleistung, am prozess beteiligten. es genügt der gemeinsame wille nutzen zu stiften. aus benutzersicht!

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Posted by rudolf greger 

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